Grünes Licht für Reservekraftwerke – positives Echo aus dem Industriepark Schwarze Pumpe

Die Lausitz ist ein Energiestandort – und will das auch nach dem schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung bleiben. Die Weichen dafür sind nun in Berlin gestellt worden. Beschlossen hat der Deutsche Bundestag bei seiner Sitzung am Donnerstag, 9. Juli 2026, ein Gesetz zur Strom-Versorgungsicherheit. Diese Entscheidung sorgt im Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) für ein positives Echo. Ziel ist, Reservekraftwerke aufzubauen. Zum Einsatz kommen sollen sie, wenn nicht ausreichend grüner Strom von Windrädern oder Photovoltaikanlagen für das Netz zur Verfügung steht.
„Schwarze Pumpe ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Kraftwerkstandort in der Lausitz“, sagt Roland Peine, technischer Geschäftsführer der ASG Spremberg GmbH. Das kommunale Unternehmen managt und entwickelt den Industriepark Schwarze Pumpe. An dem Wirtschaftsstandort auf der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen sind aktuell rund 120 Unternehmen mit rund 5000 Beschäftigten aus verschiedenen Branchen ansässig. Schwarze Pumpe ist schon länger als Reservekraftwerkstandort im Gespräch. Entsprechende Pläne hat das Energieunternehmen LEAG vorbereitet.
Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz für Schwarze Pumpe
Insgesamt sollen neun Gigawatt als Strom-Reserve ausgeschrieben werden – das sind rund 20 Kraftwerke. Ein Drittel soll im Norden und zwei Drittel sollen im Süden der Bundesrepublik Deutschland aufgebaut werden. Die Kraftwerke müssen Wasserstoff als Energieträger nutzen können.
Potenziellen Investoren Wasserstoff anbieten zu können, ist auch im Industriepark Schwarze Pumpe ein wichtiges Argument, wenn es um Ansiedlungspläne geht. „Bekommt Schwarze Pumpe ein Reservekraftwerk, muss auch der Industriepark Schwarze Pumpe Anschluss an das geplante Wasserstoff-Kernnetz erhalten“, sagt Roland Peine. Konkrete Projekte, für die Wasserstoff verfügbar sein muss, gibt es bereits im Industriepark. So ist unter anderem geplant, grünes Kerosin herzustellen. „Für Investoren ist die Verfügbarkeit von Wasserstoff ein ganz großer Pluspunkt bei der Auswahl ihrer Ansiedlungsfläche“, so Roland Peine, „für die Lausitz wäre das ein kräftiger Schub nach vorne.“
